Belitas Reise

Als Belita 14 Jahre alt war und mit ihrer Großmutter im Dorf Chuungu lebte, begann ihr Tag noch vor dem Sonnenaufgang. Sie musste vor fünf Uhr aufstehen um den langen Weg zur Schule im fünf Kilometer entfernten Kalomo Distrikt im Süden Sambias zu Fuß bewältigen zu können. Es blieb keine Zeit, um ihrer Großmutter – wie in Sambia üblich – bei den morgendlichen Pflichten im Haushalt zu helfen. Sie schnappte sich ihr Frühstück und begann zu laufen.

Trotz aller Bemühungen erreichte sie die Schule häufig mit Verspätung und hatte stets Angst vor der Bestrafung in der Schule: Ein Schlag aufs Handgelenk vor versammelter Klasse. Nach der Schule machte sie sich direkt auf den langen Heimweg um dort im Haushalt zu helfen, zu essen und mit viel Glück noch genügend Zeit für die Schularbeiten zu finden. Am nächsten Tag begann alles von vorne.

Wir machen einen Zeitsprung und begegnen der heute 15-jährigen Belita. In der Schule ist sie mittlerweile besser als einige ihrer Klassenkameraden. Sie kommt immer pünktlich zum Unterricht und hat jetzt genügend Zeit, um ihrer Großmutter bei den Aufgaben rund ums Haus zu helfen und auch um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Sie steht kurz vor ihrem Schulabschluss und wird eine Ausbildung zur Krankenschwester beginnen.

Was ein Buffalo-Fahrrad möglich macht

 

Wie hat sie das geschafft – bessere Noten, mehr Zeit und eine gute Berufsaussicht? Mit einem einfachen Buffalo-Fahrrad.

Im Rahmen des Bildungsprogramms BEEP übergibt World Bicycle Relief einfache, aber robuste und verlässliche Fahrräder an SchülerInnen, die in abgelegenen Dörfern in Afrika leben. Es geht darum, sie mobil zu machen. So auch Belita: Ihr Fahrrad ermöglichte es ihr, den kilometerlangen Schulweg zu meistern.

Belita_Grandma1

Im ländlichen Sambia führen Millionen Kinder ein hartes Leben. Belita ist Waise und ihre Mittel sind sehr begrenzt.

Belitas Vater starb als sie noch ein Baby war. Ihre Mutter zog daraufhin in die Hauptstadt Lusaka um dort Arbeit zu finden und ließ Belita in der Obhut ihrer Großmutter. Leider kam sie nie zurück.

Das kleine Mädchen blieb allein und kam nur mit der Unterstützung eines lokalen World Vision Hilfsprogramms und ihrer Großmutter Mushimbei über die Runden. Durch das Programm erhalten sie Samen für den Anbau von Gemüse, das sie in den umliegenden Dörfern verkaufen. Das Geld reicht gerade für den Mais, aus dem sie Nshima kochen, das Grundnahrungsmittel der meisten Sambier. Es ist harte Arbei für die Großmutter, den Mais zur Mühle und zurück zu schleppen. Sie ist sichtlich gezeichnet und leidet unter chronischen Schmerzen in den Beinen. Dank Belita und ihres Fahrrads wird sie nun endlich entlastet.

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„Vielen Dank für das Fahrrad.
Früher musste ich laufen, jetzt kann ich fahren!“

Mit ihrem neuen Fahrrad fällt es Belita leicht, in die umliegenden Dörfer zu fahren und das Gemüse zu verkaufen, das sie und ihre Großmutter anbauen. Mushimbei muss keine Maissäcke mehr schleppen, das Fahrrad übernimmt diese Bürde mit Leichtigkeit. Als Mushimbei einmal krank wurde, konnte Belita ihre Großmutter mit Hilfe des Fahrrads sogar zur Krankenstation bringen. Für Belita ist das Fahrrad mehr als nur ein Transportmittel. Sie sagt: “Das Fahrrad ist für uns wie ein Familienmitglied, weil wir nur zu zweit sind.”

Belitas Träume rücken nun in greifbare Nähe. Sie möchte hart arbeiten und ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren, um für sich und ihre Großmutter sorgen zu können. Sie wünscht sich “ein neues Haus mit einem Blechdach und Solarzellen, ein monatliches Einkommen, einen Fernseher und schöne Kleidung.”

Hilf Kindern wie Belita dabei, ihre Träume aus eigener Kraft zu verwirklichen.

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