WARUM SAMBIA NOCH MEHR FAHRRÄDER BRAUCHT

Mit der Unterstützung von vielen Seiten hat World Bicycle Relief (WBR) sein erstes Bildungsprogramm “Bicycles for Educational Empowerment” (BEEP) in Sambia im Jahr 2009 gestartet. Bis heute konnten wir dank Eurer Hilfe mehr als 50.000 Buffalo-Fahrräder in die Hände von SchülerInnen geben, die damit ihre weiten Schulwege und andere Herausforderungen meistern. Durch den verbesserten Zugang zu Bildung sehen sie jetzt besseren Chancen für ihre Zukunft entgegen.

Priscahs Geschichte

Im Jahr 2010 hat die damals 13-jährige Priscah ein Buffalo-Fahrrad bekommen um den Weg zur Schule bewältigen zu können. Zuvor lief sie täglich 16 Kilometer zu Fuß zur Schule und zurück.

“Ich war so müde im Unterricht, dass ich oft döste und mich nicht konzentrieren konnte”, sagte sie. Priscahs Geschichte

priscah

Nachdem Priscah ihr Buffalo-Fahrrad einige Zeit gefahren ist, hat ihre Familie ein zweites angeschafft.

Dank ihrem Fahrrad hatte Priscah mehr Energie, war konzentrierter im Unterricht und konnte die Grundschule gut abschließen. Ihre Eltern haben nach einiger Zeit ein zweites Fahrrad gekauft, weil sie die Vorteile für alle gesehen haben. Heute ist die achtköpfige Familie mobiler, sie machen größere Gewinne mit ihrem kleinen Familienbetrieb und haben Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Seit dem Jahr 2000 hat das Land Sambia verschiedene Initiativen gestartet, um den Zugang zu Bildung vor allem für Mädchen zu ermöglichen. Priscah ist jedoch immer noch eins von wenigen Mädchen, die den Schritt zur weiterführenden Schule schaffen.

Die Verheiratung von minderjährigen Mädchen würde um 64% zurückgehen, wenn sie eine weiterführende Schule abschließen könnten.1

Vor allem in ländlichen Gebieten steigt die Rate der Schulabbrüche mit dem Alter der Kinder. In Sambia brechen in der 7. Klasse mehr als doppelt so viele Mädchen die Schule ab als Jungen, so eine World Bank Analyse. In der 11. Klasse sind es sogar drei mal mehr Schülerinnen als Schüler.  

Mädchen haben mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen als Jungen: Sie sind konfrontiert mit Unsicherheit auf den Straßen, mehr Aufgaben im Haushalt, früher Verheiratung und ungeplanter Schwangerschaft.

Dem UNESCO-Report Education for All 2015 National Review Report: Zambia zufolge werden in Sambia 15.000 Mädchen jährlich schwanger noch bevor sie einen Schulabschluss erreicht haben. Ein Problem, das hauptsächlich in ländlichen Gegenden auftritt: viele Mädchen ziehen aufgrund der langen Distanzen zu weiterführenden Schulen in Internate, die nicht immer sicher sind. Auf sich allein gestellt ist die Gefahr größer, Opfer sexueller Übergriffe zu werden. Das führt zu eskalierenden Schwangerschaftszahlen unter Minderjährigen. Und das in einem Land, in dem die Müttersterblichkeitsrate so hoch ist, wie fast nirgendwo in Afrika.

Für WBR ist es ein wesentliches Anliegen, für Mädchen den Zugang zu Bildung sicherzustellen. Deshalb werden in unseren Bildungsprogrammen 70 % der Räder an Mädchen übergeben. Doch es bleiben Hunderttausende, die keine Möglichkeit haben, den Weg zu und von der Schule sicher zu bewältigen.

DER BEDARF AN TRANSPORTMITTELN IST NOCH IMMER RIESIG

Für alle, für Mädchen sowie für Jungen, bleiben die weiten Entfernungen zur Schule die größten Hindernisse auf ihrem Weg zu Bildung. Kinder gehen täglich stundenlang zu Fuß, um die Schule zu erreichen. Mit einem Fahrrad sähe ihre Welt ganz anders aus: sie würden Zeit sparen, die sie sinnvoller einsetzen könnten und hätten mehr Energie, um ihre Ziele zu verfolgen.

Der Bedarf an Mobilität ist riesig. Wir brauchen Deine Hilfe, um das Bildungsprogramm BEEP dieses Jahr weiter auszubauen, um mehr Fahrräder für eine bessere Zukunft von Tausenden SchülerInnen im ländlichen Sambia zu ermöglichen.

Mit einem Fahrrad steigen die schulischen Leistungen um bis zu 59%2

 

Deine Unterstützung für Sambia erzielt Wirkung

Es ist wichtig, in den Regionen weiterzumachen, in denen wir bereits Programme etabliert haben um die Strukturen zu stärken und die Nachhaltigkeit unserer Programme zu sichern.

Seit acht Jahren stehen wir im engen Austausch mit den Nutzern der Räder, den Lehrern, den Mechanikern und den Organisationspartnern vor Ort. Ihr Feedback hilft uns, die Programme zu überarbeiten und zu verbessern. Vor allem in der Entwicklung der Buffalo-Fahrräder, in der Durchführung der Programme und im Aufbau von Händlerstrukturen für den Zugang zu Ersatzteilen haben wir in den letzten Jahren viel erreicht. Innovationen machen unsere Programme nachhaltiger, wirkungsvoller und verringern langfristig die Programmkosten.

Mit Eurer Unterstützung für BEEP können wir die Investitionen in Sambias Infrastruktur intensivieren und weiterhin große Veränderungen in Gang setzen.

Hilf uns im Juli, in Sambia direkte und anhaltende Veränderungen auf den Weg zu bringen!

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Quellen
1 UNESCO  | Education Transforms Lives

2 World Bicycle Relief | 2016 Impact Report

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