Nasma fährt neue Wege

In der Region Tanga in Tansania stehen Gesundheitshelfer*innen wie Nasma an vorderster Front der Gesundheitsversorgung. Jeden Tag besucht Nasma Familien, kümmert sich um Kinder, ältere Patient*innen, Überlebende von Gewalt und Menschen, die mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Mangelernährung leben.

Diese Familien zu erreichen, bedeutete für Nasma, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen, manchmal bis zu fünf Kilometer für einen einzigen Hausbesuch. Dadurch konnte sie oft nur drei oder vier Haushalte pro Tag besuchen, viele Menschen blieben ohne regelmäßige Versorgung.

Als Nasma als eine der ersten in Tansania ein Fahrrad erhielt war sie überzeugt, dass sie ihre täglichen Besuche verdoppeln und zukünftig schneller reagieren könne, wenn Hilfe gebraucht wird.

„Das erfüllt uns mit großer Freude“, sagte Nasma. „Ich bin wirklich glücklich und fühle mich geehrt, heute dieses Fahrrad zu erhalten. Es ist offensichtlich, dass sich viele Menschen Gedanken gemacht und große Mühe gegeben haben, uns dieses wertvolle und stabile Arbeitsmittel bereitzustellen.“

Neben der Versorgung der Dorfgemeinschaft sprach Nasma auch über weiterreichende Ziele wie etwa die deutliche Verringerung von HIV-Infektionen und Mangelernährung bis 2030. Sie betonte, wie wichtig eine gute Ernährung insbesondere für ältere Patient*innen ist, um ihre Gesundheit zu erhalten.

Ein weiterer Vorteil des Fahrrads: Nasma kann nun auch Lebensmittel für Menschen in ihrer weitläufigen Dorfgemeinschaft transportieren. Sie ermutigte ihre Mitmenschen, darauf zu vertrauen, dass Gesundheitshelfer*innen wie sie nur das Beste für diejenigen wollen, die sie betreuen.

„Dieses Fahrrad wird auch mir und meiner Familie helfen“, sagte sie. „Wenn mein Enkelkind zur Schule geht, muss ich sonst ein Fahrrad oder Motorrad mieten, es selbst tragen oder an der Hand zur Schule führen. Mit diesem Fahrrad kann ich es morgens zur Schule bringen und anschließend meine Patient*innen besuchen.“

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