Weltwassertag: Edward sorgt für Wasser

Der Weltwassertag 2024 lenkt unseren Blick auf die Herausforderungen im Südan Afrikas - und wie wir helfen können.

Das südliche Afrika, zu dem mehrere unserer Programmländer gehören, wird derzeit von einer der schwersten Dürren seit Jahrzehnten heimgesucht. Diese Krise unterstreicht, wie wichtig der Zugang zu Wasser ist – als Grundrecht für alle.

In unserer Programmregion Hwange in Simbabwe, verschlimmern der Klimawandel und das Wetterphänomen El-Nino die Bedingungen in einer ohnehin schon trockenen Gegend.

Wir lernten Edward vor einigen Jahren kennen, als wir ihn und einige andere in der Mobilized Community Hwange interviewten. Edward kümmert sich um die Wasserpumpen in weitem Umkreis. Er erzählte, dass er täglich bis zu 20 km zu Fuß zurücklegen musste, um sicherzustellen, dass die Pumpen optimal funktionieren. Mit seinem Buffalo-Fahrrad konnte er die Wasserversorgung in seiner Gemeinde effizienter überwachen.

„Meine Arbeit ist wichtig, denn Wasser ist Leben“, sagt Edward.

Kürzlich haben wir uns wieder mit Edward in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, wie sich die aktuelle Dürre auf ihn und seine Gemeinde auswirkt.

Er sagte, dass die Menschen in der Gegend auf Bohrlöcher und Wasserpumpen angewiesen sind. Bei den ausbleibenden Niederschlägen fallen mehr und mehr Bohrlöcher trocken und die Menschen müssen immer noch weitere Strecken zurücklegen, um Wasser zu bekommen.

Die Dürre wirkt sich auch auf die wirtschaftliche Stabilität und das Einkommen der Menschen aus.

„In Zeiten der Wasserknappheit können die meisten Felder nicht mehr bewässert werden“, sagt Edward. Aufgrund der fehlenden Ernte müssen die Menschen zum einen teureres Gemüse im Supermarkt kaufen und zum anderen fehlen ihnen die Einnahmen durch den Verkauf der Erzeugnisse. Das wirkt sich in doppeltem Ausmaß auf das Haushaltseinkommen aus.

Fahrräder sind zu einem noch wichtigeren Gebrauchsgegenstand geworden. Sie erleichtern die Wasserversorgung für den Hausgebrauch, die Viehzucht und den eigenen Gemüsegarten.

„Diejenigen, die das Wasser auf dem Fahrrad transportieren können, tun das voller Stolz. Das kann nicht jeder“, sagt Edward. „Die Erwachsenen transportieren normalerweise 35 bis 50 Liter Wasser auf ihrem Gepäckträger. An den Schulen gibt es häufig Wasser und die Schulkinder haben es sich zur Gewohnheit gemacht, zwei volle 5-Liter-Kanister mit nach Hause zu nehmen.“

Wir von World Bicycle Relief setzen uns für praktische, nachhaltige Lösungen ein, um den Zugang zu Wasser zu verbessern. Unsere Fahrräder ermöglichen den Zugang zu weit entfernten Wasserquellen und erleichtern den Transport von Wasser nach Hause.

In diesen schwierigen Zeiten sind Fahrräder mehr als nur ein Transportmittel; sie retten Leben. Mithilfe von Fahrrädern können die Menschen, die von der Dürre betroffen sind, sich behelfen. Sie kommen weiter, sparen sich Zeit und Energie und können dabei mehr Wasser transportieren.

Du kannst den Menschen in unseren Programmregionen helfen. In Zeiten der Dürre ist das Fahrrad mehr denn je ein echter Lebensretter. Gemeinsam können wir viel bewegen.
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