Nach dem Tsunami in Sri Lanka: Die Geschichte von Sivarasa

Im Jahr 2004 fegte der Tsunami über die Küstenstriche im Indischen Ozean und löschte mehr als 225.000 Leben aus. Er hinterließ Verwüstung und Leid – und war gleichzeitig Anlass für die Idee von World Bicycle Relief. Auf Sri Lanka wurden die ersten Fahrräder von World Bicycle Relief in der Katastrophenhilfe eingesetzt. Wir sind zurück zu den Wurzeln der Organisation gereist, um herauszufinden, was die Räder wirklich bewirkt haben.

Sivarasa ist 35 Jahre alt, er ist Familienvater, Fischer und Holzverkäufer. Jede Nacht fährt er mit einem alten traditionellen Boot fischen. Bei Sonnenaufgang verkauft er den Fisch direkt am Wasser oder er fährt mit seinem Fahrrad zum Markt um seinen Fang zu verkaufen.

Egal, wo er den Fisch verkauft, er schafft es jeden Morgen pünktlich zu Hause zu sein, um drei seiner sechs Kinder ebenfalls mit dem Fahrrad zur Schule zu bringen.

Vor dem Tsunami in 2004 hat Sivarasa bereits ein Fahrrad gehabt, mit dem er Holz aus dem Dschungel transportiert hat. In der Katastrophe hat er sein Rad verloren und konnte nur noch so viel sammeln wie er zu Fuß tragen konnte und nur direkt an der Straße verkaufen.

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Wir haben nicht nur überlebt, wir haben unser Leben verbessert!

Sivarasa, 35

So ist sein Einkommen rapide gesunken und er konnte nur noch bis zu 200 Rupien am Tag verdienen (ca. 1,5 USD).

Ende 2005 hat er sein Fahrrad von World Bicycle Relief erhalten und fährt es noch heute. Jetzt kann er wieder fischen und verkauft zusätzlich noch Feuerholz auf dem Markt, der sieben Kilometer entfernt ist. Pro Holzladung verdient er jetzt 800 Rupien plus den Fisch.

Das Fahrrad hat sein Einkommen so extrem gesteigert, dass er sich sogar ein zweites Fahrrad für seine Familie kaufen konnte. „Wir haben nicht nur überlebt, wir haben unser Leben verbessert!“ sagt Sivarasa heute.

Das Fahrrad ist ein Hilfsmittel, mit dem sich Menschen selbst helfen können.
Spende Mobilität

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