Das Schicksal hat die Schwestern Asurina, 16 Jahre, und Angela, 17 Jahre, in den letzten Jahren hart getroffen. Trotz allem sehen sie optimistisch in die Zukunft.
Im Jahr 2021 starben ihr Vater und Großvater kurz hintereinander aufgrund einer Covid-19 Infektion.
Heute betrachten sie – mehr denn je – jeden Tag als ein Geschenk. Asurina möchte Tierärztin werden und Angela interessiert sich für Sozialwissenschaften. Beide nähen weiterhin, zum Beispiel Mochilas (traditionelle Wayuu-Handtaschen), Hängematten und Armbänder für das Kunsthandwerksgeschäft ihrer Familie.
Die Buffalo-Fahrräder sind für ihre Familie lebenswichtig. Sie nutzen sie, um Wasser zu holen und andere Besorgungen zu machen. Ihr Bruder arbeitet als Verkäufer im örtlichen Buffalo-Shop. Auf die Frage nach ihrer schönsten Erinnerung an ihren Vater erzählt Asurina, dass sie häufig mit ihrem Vater zum Angeln ging. Den Fang transportierten sie anschließend auf dem Gepäckträger ihres Fahrrads nach Hause.
„Meine Erinnerung ist eng mit dem Fahrrad verbunden,” erzählt Asurina.
Die Schwestern wirken stark und sind sich gegenseitig eine große Stütze. Sie sagen: „Unser Vater wollte, dass wir lernen. Bildung ist das Einzige, das dir eine gute Zukunft bescheren kann. Deshalb besuchen wir weiterhin die Schule.“
Asurina möchte allen Mädchen, die vor großen Herausforderungen stehen, mit auf den Weg geben: „Gib niemals auf. Egal, wie schwer es ist. Du musst weitermachen. Träum weiter. Lern weiter. Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Irgendetwas wird kommen und dich motivieren, weiterzumachen.“
„Für uns“, sagt Angela mit einem Lächeln, „ist das Fahrrad sehr wichtig. Es motiviert uns, nicht aufzugeben.“