Peter arbeitet als Gesundheitshelfer in Malawi und erhielt im Jahr 2022 ein Buffalo-Fahrrad. Es erleichtert ihm die Hausbesuche bei seinen Patient*innen in sechs Dörfern. Mit seiner Arbeit berührt und beeinflusst er viele Leben.
„Einmal waren wir in einer Dorfklinik, als ein kleines Kind in Lebensgefahr war. Dank des Buffalo-Fahrrads konnten wir es schnell ins Krankenhaus bringen“, erinnert sich Peter. „Wir werden nie mehr vergessen, dass Mobilität Leben retten kann.“
Jeden Tag legte Peter rund 15 Kilometer zu Fuß zurück. Die erste Anlaufstelle war jeden Tag die Klinik. Dort holte er Impfstoffe und Materialien ab, anschließend machte er sich auf den Weg in die Dörfer. Wenn er dort ankam, blieb ihm nur wenig Zeit, um einige wenige Patient*innen zu behandeln, bevor er den langen Rückweg zur Klinik und nach Hause antreten musste.
„Damals konnten wir nur sehr wenige Kinder erreichen. Vielleicht gerade einmal zehn pro Tag“, erzählt er.
Heute spart Peter mit dem Fahrrad viel Zeit und kann an einem einzigen Tag bis zu 50 Kinder versorgen.
Die gewonnene Zeit ermöglicht es ihm außerdem, zusätzliche wichtige Aufgaben im Gesundheitsbereich zu übernehmen. Während eines schweren Choleraausbruchs war das Fahrrad für Peter von unschätzbarem Wert, um sauberes Trink- und Kochwasser in seinem gesamten Einsatzgebiet bereitzustellen.
Neben seiner Arbeit als Gesundheitshelfer hat Peter auch eine kleines Feld in der Nähe seines Hauses, auf dem er Mais, Bohnen und Gemüse anbaut.
„Ich kann meine Zeit optimal nutzen, indem ich auf dem Weg zu und von der Arbeit noch einen Abstecher zu meinem Feld mache“, sagt Peter. „Das funktioniert nur, weil ich das Fahrrad habe.“
Der Ertrag ernährt seine Familie das ganze Jahr über, sodass er nicht mehr alles auf dem Markt einkaufen muss. Oft hat er sogar genug Gemüse übrig, um es zu verkaufen und sich so ein zusätzliches Einkommen zu sichern.
Ich glaube, meine Kinder lernen durch meine Arbeit, sich um andere Menschen zu kümmern.
Peter sagt, dass die Fürsorge für seine Dorfgemeinschaft tief in ihm verankert ist. Schon seine Mutter arbeitete im Gesundheitsbereich und er erlebte aus nächster Nähe, wie wichtig ihre Rolle für die Menschen war.
Auch wenn sie anfangs nicht begeistert war, dass er in ihre Fußstapfen tritt, erkannte sie bald, dass es für ihn der richtige Weg war.
Was seine eigenen Kinder betrifft, weiß Peter noch nicht, welche Richtung sie einmal einschlagen werden. Er wäre stolz, wenn eines von ihnen seine Arbeit fortführen würde.
„Ich habe das Gefühl, dass meine Kinder durch meine Arbeit lernen, für andere da zu sein. Oft kommen Menschen zu ungewöhnlichen Zeiten, wenn du eigentlich gar nicht im Dienst bist“, erzählt Peter. „Aber ich habe mich nunmal dafür entschieden, für andere da zu sein. Meine Kinder sehen das und verstehen, wie wichtig es ist, Menschen mit Mitgefühl zu begegnen.“