Wie ein Fahrrad das Leben einer Bäuerin verändert hat

2010 verlor Georgina ihren Mann. Heute ist sie 68 Jahre alt und verdient ihren Lebensunterhalt auf ihrer kleinen Farm in Sambia. Ihre drei Kühe produzieren zwei Mal am Tag Milch. Jahrelang hatte sie jedoch keine Möglichkeit die gesamte Menge zu verkaufen, da ihre Helfer nur ein Mal am Tag zu Fuß zur Sammelstelle laufen konnten. Das Buffalo-Fahrrad hat ihr Geschäft als Milchbäuerin maßgeblich verändert:

Georgina Situmbeko ist Mitglied der Palabana Milchkooperative im Chongwe Distrikt in Sambia. Mehr als die Hälfte der Mitglieder besitzen weniger als 20 Kühe, die meisten haben zwischen 5 und 10 Kühe. Um die Milchsammelstelle der Kooperative zu erreichen, müssen die Bäuerinnen und Bauern zwischen zwei und 17 Kilometern zurücklegen – größtenteils auf unbefestigten Straßen.

Bevor WBR und die Palabana Milchkooperative sich zusammengetan haben, um Buffalo-Fahrräder für die Bäuerinnen und Bauern anzubieten, haben diese die Milch zu Fuß getragen oder in Schubkarren gebracht. Es braucht zwei Mann um eine 30-Liter Kanne zu tragen. Auf den langen Wegen zur Sammelstelle ist die Milch oft verdorben.

Jahrelang hat Georgina nur ein Mal am Tag Mich verkauft, da sie keine guten Transportmöglichkeiten für den 12 km langen Weg zur Sammelstelle hatte. Ihre Kühe hat sie dennoch zwei Mal am Tag gemolken, sie hatte nur keine Chance die Milch gewinnbringend zu verkaufen.

Heute nutzen Georginas Helfer ihr Buffalo-Fahrrad zwei Mal am Tag, und konnten die Milch bisher immer pünktlich abliefern.

Seit ich das Fahrrad habe, habe ich nicht einmal versäumt, die Milch abzuliefern.

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Da die Milchlieferungen mit dem Fahrrad sehr viel schneller sind als zu Fuß, bleibt die Milch frisch und verdirbt nicht so schnell. Die Qualität ist besser und es muss nicht mehr so viel weggeworfen werden. Die große Transportkapazität des Gepäckträgers und der stabile Rahmen ermöglichen den Bäuerinnen und Bauern mehr Milch zu liefern als je zuvor.

Für Georgina hat sich ihre Einkommensgrundlage deutlich verbessert. Es ist nicht einfach, als Witwe in Sambia ein Geschäft aufzubauen. Mit ihrem Buffalo-Fahrrad ist Georgina heute unabhängig und stolz auf das, was sie erreicht hat.

Von 2011 bis 2014 haben Milchbäuerinnen – und bauern 281 Buffalo-Fahrräder über das Mitarbeiter Programm (Employee Purchase Program) der Milchkooperative in Palabana gekauft. Seitdem konnten sie deutlich mehr Milch auf jedem Weg transportieren und das Volumen verdorbener Milch reduzieren. Das hat ihr Einkommen erhöht. 95 % der Bäuerinnen und Bauern sagen, dass das Buffalo-Fahrrad ihr Leben verbessert hat.

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